28.02.2009

Was ist rechts - was ist links?

 

Seitens des Bundes Freiheit der Wissenschaft lagen Organisation und Leitung der Tagung in Händen von Frau Dr. Pötter. Ihr Fazit:

 

 

Aus den Diskussionen im Anschluß an die Vorträge und der Seminarkritik zum Schluß ergibt sich folgendes Fazit:

Obwohl recht schnell klar wurde, daß die Begriffe zur politischen Einordnung von Parteien oder Personen nicht eindeutig definierbar sind, wurden sie mit ihrer im alltäglichen  Sprachgebrauch üblichen Bedeutung (rechts ist reaktionär, liberal bezieht sich hauptsächlich auf Wirtschaftpolitik, links bedeutet Umverteilung) von Referenten und Teilnehmern benutzt.

 

Dr. Brigitte Pötter

 

Die historische Betrachtung ergibt einen  Paradigmenwechsel. Waren Marxisten noch gegen den Staat und seine Ordnung und folgerichtig für deren Zerstörung, wollen die heutigen Linken als echte Reaktionäre den Staat als Mittel zur Umverteilung nutzen. Während für konservative Kräfte vormals der Staat als Hüter von Ordnung und Sicherheit geschätzt war, steht er heute für die Kraft, die dem Individuum die persönliche Entscheidungsfähigkeit über das eigene Wohl und Wehe nicht mehr zugesteht.

Zitat Dr. Holger Thuss: “Zum Thema dieser Tagung bleibt noch zu sagen, daß eine Beschränkung auf Links-Rechts-Gegensätze nicht greift, um unsere politischen Probleme sinnvoll zu beschreiben. Der Hauptkonflikt ist heute nicht mehr der zwischen linken Liberalen und rechten Konservativen, sondern zwischen den neuen ungeheuer mächtigen etatistischen Eliten und dem noch nicht von diesem System des Gebens und Nehmens erfaßten Bürger.“