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13.08.2007 |
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Bund
Freiheit der Wissenschaft e.V. Sektion
Berlin-Brandenburg Vortrag 12.
September 2007 Dr.
Ulrich Woronowicz Sozialismus
als Heilslehre Der
Sozialstaat als Religion- was folgern wir aus dem eigentlichen Charakter
des Sozialismus? „Freiheit durch Sozialismus“ ist die aktuelle Parole der neuen /
alten Linken, damit kehrt sie den früheren CDU-Wahlslogan „Freiheit
statt Sozialismus“ um. Sozialistische Elemente haben Fuß gefaßt und
breiten sich in unserer Gesellschaft aus. „Nichts ist überholt, nichts
überwunden, alles steckt noch drin in den Köpfen und den Herzen vieler
Mitteleuropäer“, schreibt Woronowicz in seinem 2000 erschienen Buch
„Sozialismus als Heilslehre“. Freiheit in allen persönlichen und gesellschaftlichen Bereichen und
damit auch die Freiheit in der Wissenschaft, in Forschung und Lehre ist
jederzeit in Gefahr, durch staatliche Regulierung beschnitten zu werden.
Doch besitzt die sozialistische Ideologie eine Sogwirkung, der sich viele
nicht entziehen können oder wollen. Weiter schreibt er: „Warum lernen
wir so schwer aus der Geschichte? Wir sind doch der Wissenschaftlichkeit
verbunden. Wissenschaftler beweisen ihre Behauptungen mit Experimenten.
Die Geschichte ist ein umfangreiches Protokoll über Experimente, man muß
es nur unvoreingenommen lesen.“ „Nach
allem muß jedem klar sein, der die Hoffnung
auf eine Abwendung des sich wieder einmal entwickelnden
sozialsozialistischen Untergangs nicht fahren lassen will: auch mit allen
intellektuell brillanten und genialen Einwendungen ist die reine Vernunft
dem Sozialismus bislang mit nachhaltigem Erfolg nicht beigekommen. Man
wird also zu erwägen haben, welche Konsequenzen aus der Erkenntnis seines
Charakters als Religion zu ziehen sind“ (Carlos A. Gebauer in der
Zeitschrift „eigentümlich frei“, ef-Magazin 73,
Juli 2007). Dr. theol. Ulrich Woronowicz wurde 1928 als Sohn eines Pfarrers der
"Bekennenden Kirche" in Ostpreußen geboren. Nach dem Studium
der evangelischen Theologie in Rostock und Berlin verbrachte er sein
Berufsleben (1952-1993) überwiegend in der DDR. Zunächst erlebte er als
Landpfarrer in der Prignitz das "Bauernlegen" seiner Landwirte
in die LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften), später als
Pfarrer in Wittenberge den Kampf des Staates um die Jugend in Form des
Zwanges zur Jugendweihe. Obwohl als Pfarrer an den Dom St. Marien in
Berlin-Mitte berufen (1964-68), verhinderte die Stasi seinen Zuzug nach
Berlin. 1969 promovierte Woronowicz an der Martin-Luther-Universität in
Halle-Wittenberg. Ein spätere Habilitation scheiterte jedoch an der
Stasi. Als Superintendent in Bad Wilsnack widerstand er bequemer Anpassung
seiner Kirche an den sozialistischen Staat, der 27 IM als Spitzel auf ihn
angesetzt hatte. Seit 1993 lebt Dr. Woronowicz in Berlin als Theologe,
Kirchenrechtler und Religionsphilosoph.
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