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[1] Auch im Sinne des französischen raser.
[2] MERTENS (1974); zur Kritik vgl. OELKERS 2000, S. 236ff.
[3] Wechselgebet zwischen Vorbeter und Volk nach Ps 136. Das griechische litaneia verweist eigentlich auf ein flehendes Gebet.
[4] Im Esprit des Loix ist erstmalig in einem politischen Verständnis von demokratischer Erziehung die Rede. Eingangs des fünften Buches heißt es: "L'amour de la république, dans une démocratie, est celui de la république; l'amour de la démocratie est celui de l´égalité" (MONTESQUIEU 1950, S. 55; Hervorhebung J.O.).
[5] "Les loix de I'éducation seront donc différentes dans chaque espèce de gouvernement. Dans les monarchies, elles auront pour objet l'honneur;dans les républiques, la vertu; dans le despotisme, la crainte" (MONTESQUIEU 1950, S. 39).
[6] Es geht wesentlich um die Kritik HENRY MORES am schwärmerisch verstandenen Enthusiasmus von THOMAS VAUGHAN. SHAFTESBURY positiviert diese Kritik, ohne auf die religiöse Schwärmerei zurückzukommen. Ich verweise für dieses Thema auf die im Entstehen begriffene Dissertation von REBEKKA HORLACHER (Zürich).
[7] Über Schiller und den Gang seiner Geistesentwicklung (HUMBOLDT 1979, S. 357-394). Gedruckt 1830 als "Vorerinnerung" zum Briefwechsel HUMBOLDTS mit SCHILLER.
[8] "Le bon sens & le bonheur des particuliers consiste beaucoup dans la médiocrité de leurs talens & de leurs fortunes. Une république ou les loix auront formé beaucoup de gens médiocres, composée de gens sages, se gouvernera sagement; composée de gens heureux, elle sera très-heureuse" (MONTESQUIEU 1950, S. 56).
[9] Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten. Sechs öffentliche Vorträge (NIETZSCHE 1980, S. 641-752). Von den sechs geplanten Vorträgen wurden fünf gehalten. Die Vorträge waren von der Basler "Academischen Gesellschaft" in Auftrag gegeben. Sie wurden am 16. Januar, 6. Februar, 27. Februar, 5. März und 23. März 1872 gehalten (Friedrich Nietzsche 2000, S. 258ff.).
[10] Der Ruf an die Universität Basel war vom kleinen Rat des Kantons am 10. Februar 1869 beschlossen worden. NIETZSCHE begann mit seinen Lehrveranstaltungen als Extraordinarius am 20. April 1869. Er wurde am 9. April 1870 zum Ordinarius befördert (Friedrich Nietzsche 2000, S. 188ff.).
[11] "Diese Erweiterung gehört unter die beliebtesten nationalökonomischen Dogmen der Gegen- wart. Möglichst viel Erkenntnis und Bildung - daher möglichst viel Produktion und Bedürfnis - daher möglichst viel Glück: - so lautet etwa die Formel" (NIETZSCHE 1980, S. 667).
[12] Die fünf Vorträge sind in einem eigenhändigen Druckmanuskript überliefert, NIETZSCHE dachte 1872 an eine Veröffentlichung, verzichtete dann aber darauf. Die Basler Vorträge wurden - in Auswahl - erstmalig in der Dritten Abteilung der "Grossoktavausgabe" (Bd. XIX) veröffentlicht.
[13] Einhergehend mit der Gründung diverser "Ethischer Gesellschaften", die sämtlich reformpädagogisch optierten (VISSER 1998).
[14] NIETZSCHE besuchte Schulpforta von Oktober 1858 bis zum Zeugnis der Reife am 7. September 1864. MORITZ VON SACHSEN hatte 1543 in Pforta eine Fürstenschule gegründet, die sich zur Eliteschule des deutschen Protestantismus entwickelte, mit Schülern wie KLOPSTOCK, FICHTE oder LEOPOLDVON RANKE. Zur Schulzeit von NIETZSCHE waren etwa 200 (ausschließlich männliche) Zöglinge, organisiert in sechs Klassen, Mitglieder der Schülerschaft (Friedrich Nietzsche 2000, S. 45-1 10).
[15] Veröffentlicht 1915. NIETZSCHE wird an zwei Stellen als typische Erscheinung der "German civilization" erwähnt (DEWEY 1985a, S. 151, 166f.). In der Einleitung der Ausgabe 1942 von German Philosophy andPolitics erscheint NIETZSCHE in einer Reihe mit HOUSTON STUART CHAMBERLAIN, HEINRICHVON TREITSCHKE und OSWALD SPENGLER. Diese Reihe wird mit dem Nationalsozialismus zusammengebracht (ebd., S. 423). DEWEY benutzte die von ANTHONY LUDOVICI besorgte Übersetzung des "Willens zur Macht" (The Will toPower: Edinburgh 1910). Die Übersetzung bezog sich auf die Ausgabe 1901 des "Willens zur Macht", die als Band XV der Grossoktavausgabe erschienen war und 1910/1911 durch die neuen Bände XV und XVI ersetzt wurde.
[16]The Democratic Ideal (DEWEY 1985, S. 92).
[17] "A form of government" (DEWEY 1985, S.93).
[18] Das gilt auch für DEWEYS (1985, S. 344f) Unterscheidung von passiven (externen) und aktiven (internen) Lernprozessen.
[19] DEWEY (1988, S. 213-220) veröffentlichte im Dezember 1925 in der Zeitschrift New Republic
eine Kritik an LIPPMANNS Essay "The Phantom Public", der im gleichen Jahr erschienen war.
[20]The Public and Its Problems (1927) (DEWEY 1988, S. 235-372). Der Text geht zurück auf Vorlesungen, die DEWEY im Januar 1926 an der Larwill Foundation of Kenyon College, Ohio gehalten hatte.
[21] "lt will do its final work in ordering the relations and enriching the experience of local associations. The invasion and partial destruction of the life of the latter by outside controlled agencies is the immediate source of the instability, disintegration and restlessness which characterize the present epoch" (DEWEY 1988, S. 367).
[22] "In practive, the development of deliberative character is essential to realizing the ideal of a democratically sovereign society" (GUTMANN 1999, S. 52; Hervorhebung J.O.). University Elementary School der (privaten) Universität von Chicago (eröffnet im Januar 1896).
[24] Das Beispiel diskutiert GUTMANN (1999, S. 101 ff.) |